Die Sache mit dem Muskelaufbau

„Chrissi, wie hast du es geschafft das Rubi wieder so gut aufgebaut hat?“ – Eine Frage die mich sehr oft von euch erreicht. Heute möchte ich für euch etwas ausführlicher drauf eingehen. Rubi hatte im Winter 2016/2017 sehr stark abgebaut. Sein Cushing hat da viel zu beigetragen ebenso wie sein fortschreitendes Alter. Weiterhin ist er auch nicht mehr so im Training wie früher als Sportpferd.

Im April 2017 habe ich meinen Großen also angeschaut und mir wurde bewusst „Du musst etwas ändern!“.
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In erster Linie habe ich einen Trainingsplan aufgestellt, an den ich mich selber gezwungen habe zu halten. Nicht das ich Rubi zu dieser Zeit nicht bewegt habe, aber man wird halt doch nachlässig mit der Zeit. Neben dem normalen Reiten stand auch viel Longieren auf dem Programm. Im April 2017 habe ich dann zusätzlich Rubis komplette Fütterung umgestellt. Hierfür habe ich mich von der Firma Marstall ausführlich beraten lassen und wir haben eine super Mischung für Rubi gefunden. Was er genau bekommt, könnt ihr auch unter folgendem Punkt nachlesen: Cushing – Fütterung

Heute möchte ich aber auf ein Produkt einmal besonders eingehen: Das Marstall Amino-Muskel Plus. Dieses Zusatzfutter ist nicht nur rein für den Muskelaufbau, sondern auch für den Erhalt der Muskulatur konzipiert. Es ist nicht nur für ältere Pferde geeignet, sondern genauso für Reha-Pferde nach z.B. einer Verletzung oder bei Pferde, bei denen wir die Muskulatur unterstützen möchten. Ebenso dient es zur Erhaltung der Muskulatur bei Pferden, die auf Diät sind. Ein wichtiger Bestandteil im Amino-Muskel Plus sind die so genannten Aminosäuren. Diese Aminosäuren sind extrem wichtig für die Funktionalität der Muskulatur.

Grundsätzlich funktioniert der Stoffwechsel eines prinzipiell gesunden Pferdes im Alter weniger effektiv. Um das Körpergewicht zu halten benötigen Pferdesenioren beispielsweise mehr Energie. Die Fähigkeit, Eiweiße, also Proteine , zu verwerten und in ihre kleinsten Bestandteile, die Aminosäuren, aufzuspalten nimmt ab. Die Muskeln, die ohne Aminosäuren nicht funktionieren können, werden nicht mehr ausreichend versorgt, die Pferde fallen ein.

Pferde, die aufgrund einer akuten Verletzung oder zur Gewichtsabnahme eine reduzierte Futterration bekommen, erhalten nicht mehr so viele Proteine wie bisher. Diese sind aber zum Erhalt der Muskulatur auch bei energiearmen Futterrationen unbedingt nötig. Daher hilft es sowohl alten Pferden als auch Pferden während der Trainingspause und Diät, gezielt essentielle Aminosäuren zuzufüttern. Essentielle Aminosäuren sind diejenigen, die das Pferd nicht selbst herstellen kann, also über das Futter zu sich nehmen muss.

Amino-Muskel PLUS  enthält Aminosäuren in Reinform. Aminosäuren sind die Bausteine aus denen sich Proteine, also Eiweiße, zusammensetzen. Sie sind für den Organismus des Pferdes extrem wichtig. Und das nicht nur beim Muskelaufbau, sondern auch für viele andere Prozesse. Sie sind wichtig für das Huf- und Haarwachstum, für Bindegewebe und Knochen, für Botenstoffe im Gehirn und im Nervensystem, für die Zellgeneration im ganzen Körper und die Herstellung von Milch  und Sperma zum Beispiel. Unterm Strich bedeutet das: Aminosäuren sind immens wichtig für alle Zellprozesse im Pferdekörper. Sie sind sozusagen die „Bausteine des Lebens“.

Ok, jetzt wissen wir schon einmal wofür Aminosäuren im Pferdekörper wichtig sind. Oft hört man allerdings auch „essenzielle Aminosäuren“. Aber was bitte bedeutet das genau?

Es gibt viele verschiedene Aminosäuren […]. Pferde können einen Großteil der Aminosäuren selbst z.B. aus Kohlenhydraten bilden. Einige allerdings müssen sie direkt über das Futter aufnehmen. Diese werden essenzielle Aminosäuren genannt. Essenzielle Aminosäuren sind unter anderem Lysin, Methionin, Tryptophan und Phenylalanin. Die essenziellen Aminosäuren muss das Pferd im Dünndarm in ausreichender Menge direkt aus dem Futter aufnehmen, um seinen Bedarf zu decken.

Das Amino-Muskel Plus von Marstell enthält reinen Aminosäuren.

Der große Vorteil der reinen Aminosäuren ist, dass sie zu 100 Prozent vom Pferd aufgenommen und genutzt werden können. Hier weiß der Pferdebesitzer einfach, dass die benötigten essenziellen Aminosäuren schon im Dünndarmbereich angenommen werden können, es gibt keine Unsicherheit.

Das Füttern allein von Aminosäuren baut aber noch keine Muskulatur auf. Ein entsprechend angepasstes Training ist unumgänglich. Für uns Reiter ist besonders ein Muskelbereich sehr wichtig: Die Rückenmuskulatur. Aber um den Rücken unserer Pferde optimal zu stärken, gehört das Training der Bauchmuskulatur ebenso dazu. Um den Rücken aufwölben und uns tragen zu können, braucht das Pferd auch starke Bauchmuskeln. Ohne entsprechende Bauchmuskeln kann das Pferd seinen Rücken und seine Hinterhand nicht mehr richtig nutzen. Die Wirbelsäule singt ab und ein Hängebauch entsteht. Um dies zu verhindern muss auch bei älteren Pferden immer drauf geachtet werden, dass die Hinterhand unter den Schwerpunkt tritt. Dies erreichen wir durch korrektes Treiben. Setzten wir den vorwärtstreibenden Schenkel zum richtigen Zeitpunkt ein (kurz bevor das Hinterbein abfusst um nach vorne zu schwingen), sorgt ein Art Reflex beim unserem Pferd dazu, dass sich die die Bauchmuskulatur für einen Moment zusammenzieht und das entsprechende Hinterbein weiter nach vorne gesetzt wird.

img_1108Rubi im September 2017 auf einem Equikinetic Lehrgang

Eine gute Übung ist das Reiten von Übergängen. Denn häufige Wechsel zwischen den Gangarten gymnastizieren nicht nur unser Pferd, sondern kräftigen es auch. Seitengänge sorgen dafür, dass sich die Muskulatur unserer Pferde dehnt. Dabei stehen besonders zwei Muskeln im Vordergrund: Der Schultermuskel, denn ist dieser locker können unsere Pferde den Wiederrist besser anheben und der Rücken hängt weniger durch, sowie der Muskelansatz an der Kruppe. Dieser ist mit dem Rückenmuskel verbunden und dehnt dieses automatisch mit. Auch Biegung ist wichtig, denn die Bauchmuskulatur muss in den Wendungen vermehrt arbeiten. Weitere Möglichkeiten sind Stangenarbeit sowie gezielte Longenarbeit. Natürlich gibt es noch mehr empfehlenswerte Übungen, aber diese alle aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen 🙂

WICHTIG !

Um jegliche Muskeln zum Wachstum anzuregen, muss auf einen Muskelreiz eine Ruhepause folgen. Das bedeutet zum Beispiel: Auf ein anstrengendes Training folgt ein Tag mit lockerem Longieren, dann kommt ein Tag mit lockerem Reiten, und danach wird erst wieder anstrengender trainiert. Innerhalb dieser Zeit mit nur leichter Bewegung passiert im Pferdekörper dennoch viel: Die Durchblutung der beanspruchten Muskeln wird verstärkt, Zellen werden erneuert, und die im Training belasteten Muskelregionen werden aufgebaut, damit sie den nächsten Trainingsreiz besser umsetzen können. Besonders hilfreich für die Rückenmuskulatur sind Phasen mit Vorwärts-Abwärts-Reiten.

Muskeln brauchen Zeit. Studien haben ergeben, dass je nach Rasse und Reitdisziplin mindestens 10 Tage vergehen, bis erste Anpassungen an die Trainingsreize im Gewebe sichtbar werden. Und noch 34 Wochen nach Trainingsbeginn konnten immer noch Veränderungen festgestellt werden.

Ich habe mit der Kombination von angepassten Training und dem Amino-Muskel Plus bei Rubi sichtbare erfolge erzielen können. Ich bin hier für die Untersützung der Firma Marstall sehr dankbar, denn dank euren Produkten und eurer klasse Beratung sieht mein Rubi heute einfach wieder gut aus!

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Rubi im April 2018

Ein riesengroßes DANKESCHÖN geht an Frau Sabine Krisam-Wiencirz von der Firma Marstall, die mich bei diesem Artikel unterstützt hat.

Marstallhttps://www.marstall.de/

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